100 Jahre NÜRBURGRING Nürburgring-Boxenendgebäude Dach & Geländer

Schwierigkeitsgrad

Zeitaufwand
4 Std.
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(vereinfachtes und nicht so detailiertes Modell)
Bilder
(zusätzliche)
Maßstab



Nürburgring-Boxenendgebäude Dach & Geländer
Entwurf: Frank Rehberg

Geschichtliche Information zu diesem Bauabschnitt:
Die einfache Bauweise der Boxengebäude zeigt sich auch darin, dass die Dachterrasse bzw. die Dachfläche im Laufe der Jahre nur wenige Änderungen erfahren hat. Letztlich handelt es sich auch hier nur um eine durchlaufende Betonplatte, die zum Rand hin in der Zeit von der Einweihung 1927 bis ca. in die 50er-Jahre durch Geländer gesichert war. Je nach Epoche waren an den vorderen und hinteren Geländern Holztafeln mit den passenden Sponsoren jener Zeit befestigt. Die Pfosten der Geländer bestanden aus Doppel-T-Trägern, oben abgerundet, durch die in gleichmäßem Abstand Eisenrohre verliefen. Das obere Rohr bildete dabei den Handlauf. Das Bild rechts zeigt die Details dieser Konstruktion.

In den späteren Jahren wurde die Dachplatte nach vorne hin zur Fahrbahn verbreitert um einen Dachüberstand zu erhalten um das rauhe Eifelwetter von den Boxen etwas besser fernzuhalten. Die Abgrenzung der Besucherterrasse wurde jedoch nicht bis zur vorderen Kante verlagert. Unter dem Dachüberstand wurden zusätzlich Leutchtstofflampen montiert um auch das Arbeiten an den Boxen bei den 24h-Rennen zu verbessern. In der letzten Phase der Boxengebäudes (ca. 1970 bis 1983) wurden die Geländer durch massive Mauern ersetzt. Die Werbung konnte dann direkt auf die Brüstungsmauern gemalt werden.

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Viele Fotos der Boxen zeigen, zumindest in den frühen Jahren, die Nutzung der Dachfläche für die Lagerung von Benzinfässern und Benzintanks genutzt wurde. Durch lange Schläuche, die durch die vordere Brüstung zu den darunter liegenden Boxen führten, ließ sich der Tankvorgang mit Hilfe der Schwerkraft sehr einfach bewerkstelligen. Bei dieser Nutzungsart wurde die Dachfläche ausschließlich durch die Boxenmannschaft genutzt. Besucher hatten aus Sicherheitsgründen dann keinen Zugang. klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten
Hier die Materialliste:
  • 3 Stk. A4(Foto)Karton (matt) mit mindestens 180 bis 220 g/qm
  • 1 Stk. dickeren 3mm A4-Karton für die Bodenplatte(n)
  • 1 Stk. dickeren 1mm A4-Karton zur Verstärkung der Bauteile (z.B. Treppengeländer)
  • Klebstoff (z.B. Kittifix Kartonmodell-Bastelkleber)
  • Acryl- oder Wasserfarbe (f¨r die Bemalung der Kanten, Geländer, etc.)
  • Werkzeuge: Schere, Cutter, Lineal, Pinsel
  • 1 Pkg. Zahnstocher für die Geländer oder 1,5mm-Kupferdraht
Allgemeine Hinweise zum Nachbau:

Alle Bauteile für die Herstellung des Daches/Terrasse sind auf 2 DIN-A4-Seiten (als PDF-Dateien) zu finden.

Wir empfehlen alle Bauteile direkt auf einen ca. 200gr schweren matten DIN A4-Fotokarton auszudrucken und dann alle Teile entlang der Falzlinien vorfalzen. Die einzelnen Teile werden nach dem Falzen mit dem Cutter/Bastelmesser ausgeschnitten. Um Stabilität bei den Werbetafeln zu erhalten werden die Wandstrukturen mit 1mm dickem Karton verstärkt. Diese werden dann noch auf der Rückseite mit Holzbrettdekor beklebt. Genaueres erklärt sich in den einzelnen Schritten der folgenden Bauanleitung.
Nahezu alle Teile dieses Modellgebäudes wurden aus Karton gefertigt. Für den Nachbau findet ihr alle Bauteile auf den in dieser Anleitung zu findenden PDF-Bauvorlagen sowie eine Liste der benötigten Baumaterialien. (Alle Vorlagen sind im DIN-A4-Format für den Ausdruck auf handelüblichen Tinten/Laserdruckern)


Bauanleitung:

Diese Bauanleitung erklärt den Bau der Dachfläche der gesamten Boxenanlage:
Bauabschnitt Dach: Geländer & Dachterrasse

Die Dachplatte in diesem Bauabschnitt wird für alle Epochen/Varianten der Boxenreihe benötigt. Bei den Geländern gibt es verschiedene Möglichkeiten der Herstellung und auch die Option anstelle der Geländer einfacher herzustellende Massivmauern (aus der Zeit von ca. 1970 bis 1983) im Modell zu verwenden. Die Anleitung für die dazugehörige rechte Eisentreppe wird in einer gesonderten Anleitung beschrieben.
klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten Hier links ist die PDF-Vorlage mit dem Dekor der Dachplatte/Terrasse sowie den Pfosten für die Geländer in diesem Bauschritt zu finden. Diese Vorlage enthält eine Dachtplatte in ca. 11,6cm Breite mit einem angesetzten Überdach/Vordach wie es in den späteren Zeiten zu finden war. Für Modelle der ersten Epoche von 1927 bis ca. 1950 benötigt man nur die Dachplatte ohne den Überdachteil. Er kann einfach an der ersten gestrichelten Linie abgeschnitten werden und man erhält somit eine 9,6cm breite Dachplatte.

Für die Dachplatte benötigen wir passende Stücke aus 3mm-Verstärkungskarton, idealerweise ein durchgängiges Kartonstück. Es ist aber auch denkbar die Dachplatte aus mehreren einzelnen Teilen aneinanderzureihen. Da es sich um einfache Formen handelt, kann man die Dachplatte(n) schnell herstellen indem man einen Streifen 3mm-Karton in der Breite zurechtschneidet und dann anhand der bereits fertiggestellten Boxenstruktur passend ablängt. Da unsere Boxengebäude eine Tiefe von 9,5cm aufweisen, habe ich für die Dachplatte einen 9,6cm breiten Streifen aus 3mm-Karton geschnitten. In der Länge benötigen wir pro 3er-Boxe dann 15cm und pro 2er-Boxe 10cm. Auf diesen 3mm-Karton kann dann das Bodendekor der Dachplatte/Terrasse aufgeklebt werden.

klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Alternativ:
Eine weitere Lösung für ein noch realistischeres Aussehen der Dachterrasse zeigt das nebenstehende Foto. Aus einem 3mm-Verstärkungskarton in 9,6cm Breite wird das Fugenmuster des Vorlagendekors mit Lineal, Geodreieck und Bleistift übertragen. Anschließend werden die Fugen durch einen leichten (45-Grad in beiden Richtungen) Cutterschnitt "herausgearbeitet". Die Oberfläche der Dachplatte erhält auf diese Weise eine echte Struktur (im Vergleich zu der gedruckten Variante). Nachdem die Fugen/Platten "herausgearbeitet" sind, wird der gesamte Karton mit grauer Acrylfarbe angemalt. Beim Trocknen kann es passieren das selbst der 3mm dicke Karton sich verzieht. Nach dem Durchtrocknen kann dieser durch vorsichtiges Biegen in die Gegenrichtung jedoch wieder gerichtet werden. Meiner Meinung nach lohnt sich der Mehraufwand wirklich, denn insbesondere die Dachfläche fällt beim fertigen Modell später besonders ins Auge.


klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Die Pfosten:
Eine besonders wichtiges Bauteil der gesamten Dachgestaltung ist das sehr filigran wirkende Geländer der Dachterrasse. Beim Studium der alten Fotos fällt die einfache Form der Pfosten auf. Ich habe mir einige Gedanken gemacht um dieses maßstabsgerecht entsprechend im 1:32er Modell umsetzen zu können. Wenn man bedennkt wieviele Pfosten auf der Dachterrasse eines ca. 50cm langen Boxenkomplexes benötigt werden, war es mir sehr wichtig eine Lösung zu finden bei der die "Massenproduktion" der Pfosten in angemessenem Aufwand erfolgen kann. Auf der Bauvorlage sind im rechten Teil die Schnittvorlagen f&auuml;r die Pfosten zu finden.

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Die Schnittvorlagen für die Pfosten werden (siehe Bild oben) an den Rändern ausgeschnitten und dann zur Verstärkung auf eine weitere Lage ca. 200g/qm-Karton geklebt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das verstärkte Bauteil erneut an den Rändern ausgeschnitten und nochmals auf eine weitere Lage Karton geklebt. Die Pfosten bestehen nun aus drei Lagen von 200g-Karton und können nun entlang der Umrisslinie ausgeschnitten werden. Nach dem Austrocknen des Klebers werden die einzelnen Pfosten nun vom 3-lagigen Material abgeschnitten und die oberen Enden vorsichtig rund geschnitten.
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Die drei vormarkierten Stellen für die späteren horizontalen "Eisenrohre" werden mit einem Dorn von beiden Seiten mittig durchgestochen (Bild oben) Von einem Reststück Karton werden ca. 2mm breite Streifen abgeschnitten. Der "gebohrte" Pfosten wird nun mit einer Seite, wie auf dem Bild oben zu sehen, rechtwinklig auf den Kartonstreifen geklebt. Hierzu verwende ich, wie immer, Kittifix-Kartonmodellkleber. Erst wenn die eine Seite ausgehärtet ist, wird der Rest des Pfostens mit Kleber bestrichen und über die obere Rundung auch um den Pfosten angedrückt. Das Überstehende Material des 2mm-Streifens kann nach dem Trocken des Klebers abgeschnitten werden.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Mit einer kleinen Rundnadelfeile kann man nun die drei Bohrungen durch leichtes drehen der Feile auf das benötigte Maß erweitern. (Bild links)

Die beiden Bilder rechts zeigen wie ich die inneren Kanten der Pfosten mit einer dünnen Schicht Kittifix "fülle". Dieser Kleber wird nach dem Trocken dafür sorgen, dass das fertige Bauteil extrem fest wird.

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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Die fertigen Pfosten werden nach dem Austrocknen des Klebers mit Acrylfarbe angemalt. Durch den Kartonmodellkleber und die zusätzliche Farbeschicht ist das fertige Bauteil hart geworden und weist dadurch eine sehr hohe Stabilität auf, die man von Karton normalerweise nicht erwarten würde. Verformungen der Pfosten und der daraus gebauten Geländer sind dadurch nahezu ausgeschlossen.
Material für die Geländerstangen:
Wie bereits am Anfang dieser Anleitung erklärt, bestanden die Geländer aus den zuvor hergestellten Pfosten, durch die in gleichmäßem Abstand Eisenrohre verliefen. Um diese Rohre maßstabsgerecht im Modell nachzubilden gibt es mehrere Möglichkeiten aus verschiedenen Materialien. Auch wenn hier fast alles aus Karton hergestellt wird, muss nicht zwingend alles aus Karton gefertigt werden. Insbesondere die dünnen Strukturen von Geländern haben beim Kartonmodellbau ihre Tücken und neigen (je nach Luftfeuchtigkeit) dazu sich schnell zu verformen.

Methode 1 - Kupferdraht:
Für die horizontalen Eisenrohre im Maßstab 1:32 kam mir spontan Kupferdraht (wie er in herkömmlichen NYM-Stromkabeln oder Stegleitung findet) in den Sinn. Der Nachteil liegt darin das Kupferdraht i.d.R. recht weich ist und nachdem man die Isolation entfernt hat, nicht sehr gelichmäßig geformt ist. Mein Teamkollege und Freund Henning konnte mir aber eine Technik zum "begradigen" von Kupferdraht vermitteln, die bereits sein Vater (als begnadeter Modellbauer) angewendet hatte. Hierzu werden ca. 20cm lange Stücke der 1,5qmm-Leitungen abisoliert, möglichst manuell gerdae vorgebogen und dann auf eine Unterlage gelegt (z.B. Brettchen). Nun führt man vorsichtig in "rollender Bewegung" eine möglichst breite Eisenfeile über den Draht. Man rollt ihn dabei zwischen Unterlage und Feile. Auf diese Weise konnte ich mir viele Drahtstücke vorbereiten.

klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Die "begradigten" Drahtstücke werden dann, wie auf dem Bild links zu sehen, durch die passend aufgeweiteten Bohrungen in den Pfosten gezogen. Die Abstände der Pfosten werden dabei so gewählt das sie gleichmäßig auf der Dachfläche verteilt sind. Bei meinem Modell waren die Abstände ca. 4-5cm groß. Um ein sie zu fixieren wird je ein kleiner Tropfen Kittifix auf die Bohrungen gegeben. Nach dem Trocknen kann das fertige Geländer dann mit Acrylfarbe angestrichen werden.


Methode 2: Zahnstocher:
Da die Herstellung nach der zuvor beschriebenen Methode zwar ein sehr gutes optisches Ergebnis bringt, jedoch relativ viel Aufwand erfordert, habe ich mir eine weitere Alternative zur einfacheren Herstellung der Brüstung/Geländer einfallen lassen.

klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Bei diesem Verfahren wird das Geländer in Kombination mit der Werbebande gebaut. Grundlage sind auch hierbei wieder die eingangs beschriebenen Pfosten. Wie die Bilder hier zeigen, werden Zahnstocher auf eine Länge von ca. 5cm zurechgeschnitten und ggf. schon direkt mit Acrylfarbe angestrichen. Sie werden dann in die Bohrungen eingeklebt (nacheinander Seite für Seite - zwischenduch Kleber trocknen lassen.

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Nachdem wir zwei Bauteile (wie im Bild links zu sehen) hergestellt haben, werden Vorder- und Rückseite der Werbebanden aus der Vorlage sowie ein passender 1mm-Verstärkungskarton ausgeschnitten. Die Kanten werden vor dem Bekleben mit den Vorder/Rückseiten eingefärbt.

Nun werden die beiden fertigen Zaunelemente (Bild rechts) auf die Rückseite der Bande geklebt. Hierbei den Abstand so wählen das die bereits vorgefertigten drei "Eisenrohre" eingepaßt werden können.
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Jetzt wird ein passendes Kartonreststück (ca. 1mm dick) auf die Rückseite der Werbebande gelegt um dann die drei Querstangen des Geländers zwischen die beiden Pfosten kleben zu können. Durch das Kartonreststück bleibt der Abstand konstant und die Zahnstocher lassen sich mühelos positionieren. Nach dem Trocknen des Klebers wird der Kartonstreifen einfach herausgezogen.
Am Rand der Werbebande werden nun noch zwei graue 1mm-Kartonstreifen unter die Querstreben des Gländers geschoben und verklebt um die Halterungen damit zu simulieren (siehe rechtes der drei Bilder). Durch diese Mßnahme


Mit dieser Technik ist man in der Lage ganze Abschnitte der Geländerstruktur mitsamt der Werbebanden vorzufertigen und kann sie dann "am Stück" auf die Dachplatte kleben. Hierzu reicht es dann aus die H-förmigen Pfostenfüße mit einem kräftigen Tropfen Kittifix zu verkleben. Die einzelnen Elemente lassen sich dann untereinander zu einer durchgängigen Brüstung verbinden.
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Die fertigen Geländer auf dem Boxengbeäuden runden den Gesamteindruck dieses Modells ab. Das Bild hier links zeigt auf dem rechten Abschlußgebäude (1930er-Jahre) einen Geländerabschnitt in "Zahnstochertechnik" und links davon in "Kupferdrahttechnick". Wie bereits erwähnt, ist das Resultat mit Kupferdraht etwas filigraner als die Version mit Zahnstochern, die geringfügig dicker sind. Insbesondere wenn man nicht die ganzen Geländer mit Werbebanden (z.B. auf der Rückseite der Boxen) bestücken möchte, kann das Kupferdrahtgeländer Vorteile haben.


Hinweis:
Die Anleitung und Vorlagen für die in der Einleitung erwähnte Mauerbrüstung der letzten Phase der Boxengebäudes (ca. 1970 bis 1983), bei der die Geländer durch massive Mauern ersetzt wurden, wird hier noch ergänzt werden.





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