Das 5-Minuten Diorama
Autor: Martin Schwoerer (Homer)
Vor kurzem hatte ich im Carrera Go-Forum ein schönes gekauftes Garagendiorama für 1/43er Autos gesehen.
So etwas wollte ich für die meine 1/32er natürlich ebenfalls gerne haben. Bei meiner Recherche habe
ich dann jede Menge 1/43er, 1/24er und vor allem 1/18er Dioramen gefunden, aber nichts Passendes in 1/32.
Ok, dann eben ein selbst gebautes Diorama. Die Idee war eigentlich ganz einfach: ein Diorama zum ausdrucken,
aufzubauen in 5 Minuten. Schließlich baue ich lieber Slotcars und die beanspruchen genug Zeit.
Wie oft bei einfachen Ideen erforderte die Umsetzung eine ganze Menge Arbeit.
Die Wände meines Dioramas bestehen aus mehreren einzelnen Elementen wie z.B. Ziegel, Fliesen, Garagentor,
Tür, Schilder usw. die ich im Internet gefunden habe. Die jeweiligen Bilder wurden aufwändig überarbeitet,
damit sie ein homogenes Ganzes ergeben. Anschließend erhielt die Garage noch einen schicken blau-gelben
Anstrich sowie Alterungsspuren. Für die Bildbearbeitung habe ich PhotoFiltre verwendet.
Das ist ein kostenloses Programm mit einer großen Anzahl an Filtern und Effekten.
Als erste Ausstattung habe ich noch einen Binford Werkzeugschrank mit Arbeitsplatte und einen
Erste-Hilfe-Kasten in der Art der Dekoteile, die auch auf dieser Seite zu finden sind, gestaltet.
Der Aufbau des Werkzeugschranks sprengt natürlich den selbst gesteckten „5-Minuten-Rahmen“ leicht.
Jeder, der schon mal selber ein Diorama gebaut hat, wird mir aber beipflichten, dass es schwer ist,
ein Ende an Detaillierung zu finden.
Also noch etwas an Dekoration zusammengegoogelt. Die Nummernschilder wurden mit Hilfe des ACME License Maker
angefertigt. Auf dem Tisch liegt ein Drivers Manual des 55er Chevy und eine Ausgabe von „Cars & Parts“.
Die Blechschilder an der Wand wirken besonders realistisch, wenn man sie nach dem Ausdruck mit Klarlack
überzieht, alternativ kann man auch auf hochglänzendes Fotopapier drucken.
Die Reifen stammen aus dem Revell Chevy Snaptite Bausatz. Um den Gummi etwas realistischer aussehen zu lassen,
habe ich die Reifen mit einem stark verdünnten Gemisch aus mattem Schwarz und Grün bemalt.
Ausgedruckt habe ich mein Diorama (in zweithöchster Druckqualität) dann auf Papier mit 100 g/qm.
Noch besser wäre natürlich Fotokarton. Den Rahmen für das Diorama habe ich aus Holz gebaut.
Der Boden besteht aus einer 20mm Platte und die Wände sind 10mm dick. Man könnte die
ausgedruckten Teile natürlich auch einfach in einen Schuhkarton kleben.
Ich habe mein Diorama noch mit einer Grube ausgestattet.
Das wirkt nicht nur recht realistisch in einer Bastlergarage, sondern ist bei Slotcars wegen
dem Leitkiel natürlich sehr sinnvoll. Dazu einfach ein Loch in der gewünschten Größe in den Boden
schneiden und die Seitenwände der Grube nach Belieben bemalen oder mit Ziegelkarton bekleben.
Viel Spass beim Nachbau!
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