ZUBEHöR: Nachbauanleitung: Solitudeturm

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Zeitaufwand
ca. 20 Std.
Bautipps
Bilder
(zusätzliche)
CD-ROM
Legende
(für Info anklicken)


klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Solitude-Zielgebäude
Entwurf: Frank Rehberg

Geschichtliche Zuordnung:
Die südlich von Stuttgart gelegene Grand-Prix-Rennstrecke Solitude gehörte zwischen 1935 und 1965 zu den bekanntesten Rundstrecken Deutschlands.
Die historische Strecke ist im Umfeld des namengebenden Schloßes Solitude angesiedelt. Wie bei vielen klassischen Strecken wurden auch hier Straßen genutzt, die ansonsten für den Normalverkehr genutzt wurden. Seit 1969 fanden allerdings keine Rennen mehr statt. Der Start- und Zielturm an der ehemaligen Solitude Rennstrecke wurde 1956 von den Firmen Bosch und Daimler gestiftet und ist seitdem als rennhistorisches Gebäude auf vielen Plakaten zu sehen. Er wurde im Streckenabschnitt Mahdental errichtet und befindet sich heute im Besitz des ADAC der im anschließenden Gelände einen Verkehrsübungsplatz betreibt. Seit 1981 hat der Eigentümer den Turm als Clubheim dem AMSC Leonberg e.V. zur Verfügung gestellt.
Wie bekannt diese Strecke war kann man auch daran erkennen das die Firma Faller eines ihrer frühen AMS-Bahnsets Solitude benannt hatte.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Wie es zu dieser Modell-Idee kam...
Seit längerer Zeit hatte ich bereits diverse Fotos vom Solitudeturm im Web gesehen und vor gehabt damit eines Tages ggf. ein Kartonmodell zu konstruieren. Als ich dann im Freeslotterforum (dieser Link führt direkt zum Forumbeitrag) gelesen habe das ein Slotracingfan (Frank Sommer, Nickname: Frankie) auf der Suche nach eben diesem Modell als Kartonmodellbauvorlage war, und es offensichtlich kein solches Modell gab, habe ich zusammen mit den Lesern dieses Forumbeitrages das Modell entworfen. Hierbei wurden interaktiv diverse Wünsche von allen Leuten eingebracht. Da Frank in der Nähe des Bauwerkes lebt, hat er z.B. einen kleinen Ausflug gemacht und hilfreiche Infos zu den Dimensionen und Fotos vom heutigen Turm zu machen. Zugegeben, diese Art ein Modell zu konstruieren kann richtig Spaß machen.
      Faller AMS-Bahnpackung 4007
   Solitude Startgebäude 60er Jahre
   Solitude Plakat 60er Jahre

Das Dach des Gebäudes bereitete mir zunächst einiges an Kopfzerbrechen zumal man auf kaum einem der Fotos die ich hatte die genaue Form der Konstruktion erkennen konnte. Um ehrlich zu sein, war dies und die Tatsache das es sich um ein leicht gewölbtes Dach handelte, auch der Grund warum ich mich solange mit der Umsetzung dieses schönen Turmes als Kartonmodell zurückgehalten habe. Erst die Fotos, die Frankie vor Ort machte, sowie eine Luftaufnahme erlaubten genaue Rückschlüsse zur Modellkonstruktion. Die Bilder des heutigen Gebäudes zeigen dunkelbraune Holzfenster; auf den S/W-Bildern der 60er Jahre sind hingegen weiße Sprossenfenster zu sehen, welche mir besser gefallen. Letztlich fiel die Wahl auf die Version der 60er (die Zeit in der die Strecke auch genutzt wurde). Auf allen alten Plakaten, Kunstdrucken und auch auf der Fallerpackung ist genau diese Version zu sehen.

Modellbeschreibung :
Das Originagebäude steht mit der Nordseite direkt an der Rennstrecke. Die Fahrbahn ist dort gegenüber dem restlichen Gelände erhöht. Genauer gesagt, steht der Solitude-Turm daher an der Fahrbahnböschung. Die südliche Gebädeseite ragt deshalb weiter aus dem Boden als die der Strecke zugewandte Seite. Nicht jede Slotbahn verfügt jedoch über eine solche Geländestruktur (wenn dies auch reizvoll sein mag) Durch diesen Umstand sehe ich mich gezwungen den unteren Teil des Modells in zwei Versionen zu entwerfen: eine Version mit nur einem bis zur Fahrbahnoberfläche ausgeführten und eine mit voll ausgebildetem UG welches dann auch zum originalgetreuen Einbau in Hanglage dienen kann.

Nach den Maßangaben des Originals zufolge wäre das 1:32 Modell 40cm lang und 22cm breit geworden. Auch an dieser Stelle war ein Kompromiß zwischen Originalgetreuer Nachbildung und Rennbahnplatzverhätnissen erforderlich. Wichtig dabei war jedoch die Proportinen des Originals beizubehalten. Das Resultat ist ein Solitudeturm mit 30cm Länge und 16cm Breite.
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Bauanleitung:
Alle Bauteile für das Gebäude sind auf n DIN-A4-Seiten angeordnet. Zunächst sollte man alles auf ca. 180g schwerem A4-Karton ausdrucken und alle Teile entlang der Falzlinien vorfalzen. Dann werden die einzelnen Teile mit dem Cutter/Bastelmesser ausgeschnitten.
Wir beginnen, anders als in der Realität mit dem Bau der oberen Etage. Diese besteht aus zwei Bodenplatten mit je einer halbrunden Form und einer rechteckigen Bodenplatte die beide Turmhälften verbindet. Die Fensterfronten an der Nordseite und in den Rundungen prägen das Bild des Modells. Auch auf der Rückseite des Gebäudes befinden sich 4 weitere Fenster in einer massiven Mauer. Insgesamt werden für Nordseite und Rundungen 21 Fenster benötigt. Auch wenn ich gebeten wurde die Fensterscheibenstruktur für nicht so erfahrene Bastler aufzudrucken, muß ich an dieser Stelle darauf hinweisen das die besondere Charakteristik des Solitudeturmes nicht zuletzt durch die scheinbar transparente Optik des Obergeschosses entsteht. Daher meine Bitte an euch: nehmt euch mehr Zeit, schneidet die Scheiben aus und hinterklebt sie mit transparenter Folie, es lohnt sich bestimmt ! Ich habe eigens dafür eine exakte Anleitung erstellt wie man perfekt Fenster mit dem Cutter faltet und ausschneidet. Auch wenn es ungewöhnlich scheint, so habe ich von oben nach unten entworfen und gebaut. Daher beginnt diese Anleitung zunächst mit dem Dach.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Am Anfang war das Dach ...
Die Vorlagen für das Gebäudedach befinden sich auf nur zwei Seiten. Da die Bauteile sysmetrisch sind, wird jedes Blatt doppelt ausgedruckt. Zuerst bauen wir die beiden halbrunden Dachteile. Wie immer werden zunächst alle Bauteile ausgeschnitten und vorgefalzt. Auf der Unterseite der Dachfläche ist das Dekor einer Holzdecke aufgedruckt. Dieses Bauteil wird mit der bedruckten Seite nach unten gelegt. Die einzelnen Bauschritte werden auf den Bildern hier unten gezeigt...
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Ankleben der Rückwand...

...und der Spanten...

...Klebelaschen werden nach rechts
und links umgeknickt...

...nun kann man die Dachflächen aufkleben
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Wenn alle Dachflächen aufgeklebt sind, sollte man alle Kanten mit einem schwarzen oder grauen Filzstift einfärben um so die Nähte der Dachpappe nachzubilden und störende weiße Kartonstellen zu kaschieren. Ich habe auch alle Kanten zu den angrenzenden Dachflächen (siehe Bild rechts) schwarz eingefärbt.
Wie bereits beschrieben wird dieses Bauteil in doppelter Ausführung angefertigt.
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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Die mitteren Dachteile...
werden in gleicher Weise gebaut wie die beiden halbrunden Stücke. Auch hier werden zunächst alle Teile ausgeschnitten und vorgefalzt. Die Seite mit dem Holzdeckendekor wird auch hier wieder nach unten gelegt und die Rückwand und Spanten (zur Verstärkung) dann aufgeklebt. Auch dieses Bauteil muß doppelt ausgedruckt und gebaut werden.

(zum Vergrößern der Bilder, wie immer , nur klicken !)
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...Klebelaschen werden nach rechts
und links umgeknickt...

...und die Dachfläche...

...aufgeklebt
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten und nun zusammenkleben...
Nun werden alle 4 Bauteile wie auf den beiden Bildern hier zu sehen aneinandergeklebt.
klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten Hier links sind die beiden Bastelvorlagen als PDF-Datei zum Download für euch zu finden !
   Dachteil (halbrund)    Dachteil (Mitte)  
Das Obergeschoß...
Nachdem wir das Dach fertiggestellt haben, wird in diesem Teil der Anleitung der Bau des Obergeschoßes beschrieben.
Bei diesem Gebäudeteil handelt es sich um einen sehr anspruchsvollen Bauabschnitt, denn die vielen Fenster erfordern einiges an Gedult und Zeit. Um hier ein gutes Ergebnis zu erzielen habe ich einige Techniken für euch genauer beschrieben.
Diese Techniken werden euch helfen auch unsere anderen Modelle perfekt bauen zu können. Hier werden sozusagen die Grundfertigkeiten für den Einstieg in die Welt des Kartonmodellbaues vermittelt.

Hier folgen nun 7 A4-Seiten mit den Vorlagen für das Obergeschoß:
klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten
Obergeschoß Seite 1 Obergeschoß Seite 2 Obergeschoß Seite 3 Obergeschoß Seite 4 Obergeschoß Seite 5 Obergeschoß Seite 6 Obergeschoss Seite 7
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten richtig falzen...
Im Bild links seht ihr, wie man am besten die ausgedruckten Fenster vorfalzt. Hierzu werden sie vor dem Ausschneiden entlang eines Lineals mit einem spitzen Gegenstand vorgeritzt. Der Gegenstand sollte eine feine Spitze haben die jedoch nicht zu scharfkantig sein sollte. Die Oberfläche des Kartons darf nicht angegriffen werden sondern muß durch diese Technik eine "eingedrückte Rille" erhalten. Ich nehme dazu einen sogenannten "Nagelbettschieber" den man in jedem einfachen Maniküreset findet.
richtig knicken...
Anschließend kann das Fenster ausgeschnitten werden. Die Fensterscheiben werden allerdings noch nicht herausgeschnitten. Da die Fensterrahmen sehr dicht an die Seitenwangen heranragen werden zuerst die ca. 2mm breiten Fensterseitenwangen nach oben gebogen. Ansonsten würden die schmalen Fensterrahmen sich verbiegen oder gar beim Knicken einreissen. Im Bild rechts seht ihr das man solche schmalen Teile am besten mit einem Stahllinieal nach oben biegen kann. Wenn man dies nur mit den Fingern macht neigen solche schmale Teile dazu sich ungleichmäßig zu verformen.
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richtig Fenster ausschneiden...
Nachdem in den Schritten zuvor alle Knicklinen des Fensters gefalzt und geknickt wurden, wird für das Ausschneiden der Fensterscheiben alles wieder zurückgebogen um das Bauteil flach auf die Schneidunterlage legen zu können.
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Beim Ausschneiden der Scheiben von Sprossenfenstern ist besonders darauf zu achten das man nicht das schmale Fensterkreuz in der Mitte versehentlich zerschneidet. Hierzu gibt es einen einfachen Trick. Der Schnitt eines Cutters beginnt exakt an der Stelle an der er aufgesetzt wird. Das Ende des Schnittes läst sich jedoch nicht so exakt bestimmen/abschätzen wie der Startpunkt weil die Klinge in einem ca. 45Grad Winkel geführt wird. In dem Bild oben habe ich einfach mal Pfeile für die Schnittführung eingezeichnet. Man Führt den Schnitt immer von der Fenstermitte zum Rand (dort ist es nicht ganz so kritisch wenn das Schnittende nicht so exakt ist). Wenn man zunächst die Schnitte mit der blauen Pfeilrichtung macht, muß man dannach das Bauteil um 180 Grad drehen und dann in Richtung der roten Pfeile schneiden. Dannach wird das Bauteil um 90 Grad gedreht und in gleicher Weise die anderen Schnitte gemacht. Dannach lösen sich die 4 Scheibenflächen spätestens beim Hochheben des Bauteils.
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Dannach kann ein passendes Stück Folie ausgeschnitten und damit das Fenster hinterklebt werden. Um die Folie mit dem Karton zu verkleben verwende ich transparenten Kraftkleber (z.B. UHU-Kraft-Transparent) den es auch als Gel gibt. Dieser Kleber hat den Vorteil das er bei guter Klebkraft keine Fäden zieht, die ansonsten zwischen den Fenstersprossen hängen bleiben würden.
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Die 8 einzelnen Fenster werden dann aneinander geklebt und anschließend mit der unteren Klebelasche unter die halbrunde Bodenplatte mit dem Fliesendekor angeklebt. Auf der Bodenplatte sind zwar 9 Segmente angezeichnet, aber dort wo das hintere (9.) Segment ist, befindet sich später ein Mauerst¨ck der Rückwand (siehe Bild links). Die komplette Fensterfront wird also von den halbrunden Seiten nach vorne durchlaufend auf die andere halbrunde Seite verlaufen. Das Fensterband wird dann durch die R;uuml;ckwand (in der sich 4 einzelne Fenster befinden) unterbrochen. Die Fenster der rechten Seite werden daher spiegelbildlich zur linken Seite montiert.
Nachdem ihr die linke Turmhälfte gebaut habt, wird auf die gleiche Weise die rechte halbrunden Gebäudeseite erstellt.
Die beiden Turmhälften werden durch einen geraden Mittelteil verbunden. An der Südseite des Solitudegebäudes wird das umlaufende Fensterband durch eine Mauer unterbrochen. In diesem Mauerstück befinden sich 4 weitere Fenster. Um eine perfektes Aussehen zu erzielen haben wir uns entschieden bei allen Fenstern die sich im Mauerwerk befinden durch einen Versatz nach innen die Fenster mit einer Nische auszubilden. Durch diesen Mehraufwand wird ein sehr plastischer Eindruck erreicht. Da jedoch beim Obergeschoß des Solitudeturmes auch ein Blick auf die Innenseite durch die Frontfenster möglich ist habe ich für beide Seiten ein Fensterdekor konstruiert.
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Die Rückwand ist in "Sandwichbauweise" aufgebaut. Von Innen ein Dekor mit Wandfarbe und Fenster, anschließend
folgt die Fensterfolie...

...jetzt wird die Außenseite der Wand ausgeschnitten und die Fensterwangen nach hinten (innen) geknickt. Um den ca. 2-3mm Abstand exakt zwischen Außendekor und Innenwand (bzw. Fenster) herzustellen gibt es einen weiteren Trick. Man schneidet als Hilfsmittel Streifen aus Wellpappe zurecht und klebt sie übereinander wie im Bild oben zu sehen auf die Innenseite des Kartons.
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Auf die Folie wird nun ein Dekor mit der Fensterstruktur für die spätere Aussenansicht geklebt. Die Folie ist somit zwischen zwei ausgeschnittenen Kartonteilen eingebettet. Dadurch ist später von beiden Seiten ein Fensterdekor zu sehen. Die fertige Außenwand wird dann mit der unteren Klebelasche unter die Bodenplatte des Mittelteils geklebt. durch die Wellpappestreifen wird der genaue Abstand von Innen- zu Außenwand eingehalten. Das fertige "Sandwich" wird nun an allen wichtigen Stellen mit Kleber bestrichen und, wie auf dem Bild zu sehen, zusammengeklappt.

Im nächsten Schritt werden ober- und unterhalb der Fenster zwei Bauteile angeklebt, die zur Befestigung des oberen Fenstersturzes und als Fensterbank dienen werden. Unterhalb der Fenster wird eine durchlaufende Fensterbank angeklebt, die dann die Begrenzung zur folgenden Werbebandfläche bildet. Um eine bessere Stabilität und auch bessere Klebefäche für die obere Fensterstürze zu erhalten werden die schmalen Bauteile durch aufkleben auf dickeren Karton verstärkt.

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verstärken der Bauteile

...ausschneiden...

ankleben...
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Das Bodenstück mit der fertigen Rückwand wird nun mit den beiden halbrunden Bodenplatten (und auch Fensterfronten) verklebt. Unterhalb der Fenster wird von innen ein Streifen mit Wanddekor (hier zu sehen Naturstein, wird aber auch andere Varianten geben) angebracht. in die Lücke auf der Vorderseite sollten nun genau die fünf übrigen Fenster passen. Nachdem ihr diese eingeklebt habt, ist die Fensterfront geschlossen. (Das auf den Bildern zu sehende Blau und Rot wurde nach der Prototypenphase gegen "dezentere" Farbtöne ausgetauscht)
Zur Aussteifung der Fensterwand klebt man an der Innenseite entlang der Fensterstürze einfach einen Streifen Wellpappe ein. Da die Bodenfläche durch den ca. 160g schweren Fotokarton nicht sehr stabil ist empfiehlt es sich eine weitere Pappe/Karton zurechtzuschneiden um eine zusätzliche Verstärkung des Bodens zu erreichen.

Im folgenden Bauschritt kleben wir den obere Begrenzungsstreifen/bogen zur Befestigung der Fensterstürze an (siehe Bilder links/mitte unten). An den Längsseiten werden ebenfalls die Dekorflächen oberhalb der Fenster und die Fensterbänke (nicht im Bild zu sehen) angeklebt. Anschließend kann der farbige Dekorstreifen (Bild rechts unten) mit der Außenfläche des Fenstersturzes über den Fenstern angeklebt werden.

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Jetzt wird die umlaufende Fensterfront durch einkleben der geraden Fensterfläche (Nordseite) geschlossen. Ein erster Eindruck wie unser OG des Gebäudes aussehen wird läßt sich dannach gewinnen. Dazu habe ich hier schon mal das (an späterer Stelle beschriebene) Dach provisorisch aufgesetzt.
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Abschluß oben für Sturz

...Abschluß oben für Längsseite...

Dekorfläche Fenstersturz ankleben...

Für die plastischere Gestaltung der Werbeflächen unter den Fenstern habe ich mir eine weiße Wellpappe besorgt. Ich schneide mir zunächst zwei Streifen (in einer Breite von 8 Wellen) zurecht. Dieser streifen wird mit den Wellen nach außen auf die Fläche unter den Fenstern rundherum geklebt. Hierbei sollten die Rundungen vorsichtig gebogen werden um Knicke des Materials zu verhindern. Dieser Streifen muß so breit gewählt werden das er ca. 5mm-7mm über die Bodenplatte nach unten hinausragt. Dannach wird ein schmalerer Streifen (6 Wellen breit) zurechtgechnitten und mit der glatten Seite nach außen auf die andere Wellpappe geklebt. Es wird also "Welle auf Welle" geklebt. Dieser Streifen wird so angeordnet das er oben an der Fensterbank direkt anliegt. An der unteren Seite des Streifens werden dadurch eineinhalb "Wellen" der unteren Wellpappenlage sichtbar bleiben.
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Erste Lage Wellpappe

...und dann andersrum die 2.Lage ...
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Nun wird die Mercedes und Bosch Werbebeschriftung ausgeschnitten und auf die dafür vorbereitete glatte Oberfläche rundherum geklebt. Das Resultat kann sich doch schon sehen lassen, oder ?
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Das OG des damaligen Gebäudes war durch H-förmig angeordnete Wände in mehrere Bereiche aufgeteilt. Hierfür habe ich auf zwei seperaten A4-Seiten passende bedruckte Wandbauteile erstellt die einfach ausgedruckt und dann beidseitig auf einen dickeren Wellpappkarton (Reststück eines Verpackungskartons) geklebt werden. Auf diese Weise erhalten wir drei ca. 5mm dicke Wände die stumpf aneinander geklebt werden können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, das der gesamte Boden des OG durch den Einbau der Zwischenwände wesentlich stabiler wird.
Die Vorlagen für die Innenwände habe ich übrigends auch in der späteren "Vollversion" des EG als Zwischenwände verwendet um zu verhindern das man durch die Fenster im Inneren des Gebäudes von der einen auf die andere Seite sehen kann.
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Untergeschoß auch in Lightversion...
Von einigen Forenmitgliedern habe ich erfahren, dass der Wunsch nach einer vereinfachten Variante mit einfacheren Fenstern aufgetaucht ist um den Nachbau des Gebäudes auch für weniger Geübte zu ermöglichen. Daher habe ich, zumindest was das UG anbelangt, eine solche "LightVersion" erstellt. Die Seitenwände des UG haben dabei lediglich aufgedruckte Fenster und auch die Fensterscheiben sind mit Reflexionen versehen damit sie nicht ausgeschnitten werden müssen. Der Zusammenbau ist wirklich kinderleicht: Ausschneiden der Wände - alle Teile aneinanderkleben und dann auf die Bodenplatte in der endgültigen Position kleben. Die Bodenplatte sollte u.U. vorher durch das Aufkleben auf eine stärkere Pappe verstärkt werden.
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Ausschneiden der 4 Seitenteile

...alle Teile werden aneinandergeklebt...

...so siehts aus wenn das OG testweise aufgesteckt wird.
Vorlagen für die Lightversion:
Die Vorlagen für die Lightversion befinden sich auf nur drei Seiten plus einer Seite für Boden und Zwischendecke. Wie immer werden zunächst alle Bauteile ausgeschnitten und vorgefalzt. Die Seite mit der Bodenplatte wird doppelt ausgedruckt da die Bodenplatte ansonsten nicht auf eine A4-Seite gepaßt hätte. Es werden also für das UG insgesamt 4 A4-Kartonseiten gebraucht.
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Untergeschoß
Nord+Südseite
Untergeschoß
Ostseite
Untergeschoß
Westseite
Untergeschoß
Boden/Zwischenboden
Untergeschoß in Vollversion...
Wer jedoch die Mühe nicht scheut ein paar mehr Stunden in dieses Modell zu investieren wird das UG in einer komplett ausgestalteten 3D-Version bauen wollen. Hierbei sind die Fenster in entsprechenden Nischen um ca. 4mm nach innen versetzt und auch die Fensterscheiben werden ausgeschnitten und hinterklebt. Es ist zwar etwas aufwendig weil man einige Fenster anfertigen muß, aber nach einigen Prototypenbauten habe ich nun die offensichtlich optimale (und bautechnisch einfachste) Methode gefunden die Fenster zu fertigen. In den drei Bildern hier unten wird exemplarisch der Zusammenbau der Fenster beschrieben. Die meisten Fenster sind in 2er-Gruppen angeordnet. Der Bau der 5er-Fenster (Ostseite und Nordseite) erfolgt jedoch mit der gleichen Technik.
Im ersten Schritt werden alle Teile ausgeschnitten und die Fensterscheiben mit Folie hinterklebt. Dann werden die 3 trapezförmigen Fensterwangen/Säulen zusammengeklebt und mit der weissen Seite auf die Fensterwand angeklebt. Zuletzt werden Sturz und Fensterbank an die Fensterwand geklebt wodurch dann automatisch die Wölbung für die Montage in der Wandrundung entsteht.
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Ausschneiden von Fenster,
3 Seitensäulen (Wangen),
Fensterbank und Sturz

...die 3 Seitensäulen
werden zusammengeklebt ,
mit der weissen Seite
auf die Fensterwand geklebt

...Sturz und Fensterbank aufkleben
Rundung ist perfekt.

...Sturz und Fensterbank sind für
große und kleine Fenster gleich.

...so sehen die einbaufertigen
Fenster aus.
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Anders als bei der LightVersion wird hier zuerst eine runde Seitenwand (hier die Ostseite) ausgeschnitten inkl. Fensteröffnungen und auf der Bodenplatte befestigt. In die Fensteröffnung werden dann die zuvor beschriebenen und gebauten Fenster von Innen eingeklebt (Bild links). Im unteren Bereich sieht man die ebenfalls eingeklebte 5er-Gruppe mit kleinen Fenstern.
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Nun wird die Seitenwand (Nordseite) an die Bodenplatte und die bereits montierte Ostseite angeklebt. Die Wände haben keine Klebelaschen damit man sie "auf Stoß" aneinander kleben kann. Dazu wird zuvor ein ca. 1cm breiter Kartonstreifen hinten an die gerade Wand (hier im Bild die Nordwand) aufgeklebt.
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So sieht unser UG jetzt nach ankleben der
ersten Seitenwand aus. Mit der zweiten
Seitenwand wird genauso verfahren.

...jetzt kleben wir die letzte Wand an einer Seite fest
und prüfen die Passgenauigkeit. Hier muß ggf.
vor dem Ankleben die Länge noch korrigiert werden indem
eine schmaler Streifen abgeschnitten wird. (diese Maßnahme
hängt von der Kartonstärke und der exakten Grüße der Bodenplatte ab)

...wie bereits erwähnt, lassen sich die Vorlagen
der Zwischenwände des OGs auch für die Gestaltung
perfekter Innenwände/Zwischenböden für den
UG-Bereich verwenden. Dadurch wird verhindert das man durch
die Fenster auf der gegenüberliegenden Seite die von
Innen nicht ausgestalteten Kartonwände sehen kann
und zudem wird erreicht, dass das UG stabiler wird.
klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten klicken um die Bauvorlagen als PDF zu erhalten Vorlagen für die Vollversion:
Die Vorlagen der Fenster/Nischen für die Vollversion befinden sich auf drei weiteren Seiten, die ihr hier links zum Download finden könnt.
(Einfach die einzelnen Grafiken anklicken und das PDF auf euerem Rechner abspeichern.)
Für die Wa¨nde könnt ihr einfach die Vorlagen der LightVersion nehmen und die dort aufgedruckten Fenster aus den Öffnungen herausschneiden. In diese Öffnungen werden dann die hier zu findenden Fensternischen eingeklebt.
Fenster/Nischen
Untergeschoß
Nordseite
Fenster/Nischen
Untergeschoß
Südseite
Fenster/Nischen
Untergeschoß
West- und Ostseite
 

Hier noch ein paar Impressionen des fertigen Solitudegebäudes. Auf den Bildern hier unten kann man das Resultat vieler Stunden Bastelarbeit sehen. Zugegeben nicht mal eben gebaut, aber man ist dannach im Besitz eines Modellgebäudes welches bestimmt nicht auf jeder Bahn zu finden ist.
Und ich bin mir sicher das so mancher sagen wird: "...wie, das soll Karton sein ?"

(zum Vergrößern einfach anklicken)

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Hier mal ein kleiner Rundumblick im Retro-Look:
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...und wie man dieses Modell in ein kleines Diorama einbaut könnt ihr demnächst hier lesen ...





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