| How-To: | Räder und Reifen für unsere Modelle |
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in dieser Anleitung wird schrittweise die Herstellung von Modellreifen für unsere Kartonmodellfahrzeuge beschrieben. Da wir Räder und Reifen in verschiedensten Modellen immer wieder verwenden bietet es sich an, diese immer wieder gleichen Arbeitsschritte bzw. Technik in einem eigenen HOW-TO-Beitrag zu erklären. Wir verwenden die Räder z.B. bei unseren diversen Verkaufswagen, Anhängern und vielen anderen neuen Modellen. Vorab sei darauf hingewiesen, das es bestimmt auch noch viele andere Möglichkeiten für die Herstellung von Modellreifen/Rädern gibt. So z.B. Holzscheiben oder Knöpfe die beklebt bzw. bemalt werden. Wenn Ihr unsere Kartongebäude bereits nachgebaut habt und sie anderen Leuten gezeigt habt, werdet Ihr aber den ungläubigen Satz: "Wie das ist PAPPE ??? Sowas kann man damit bauen ?" schon mal gehört haben. Das sollte Anreiz genug sein bei Modellen die Räder haben, auch diese aus Karton zu fertigen - wir wollen ja nicht fuschen ;-) und weiterhin unsere Freunde verblüffen. |
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Die einzelnen Teile:
Unabhängig von dem konkreten Modell werden die Räder unserer Fahrzeugvorlagen immer nach gleichem Schema zusammengebaut. Auf dem Bild links sind die 4 einzelnen Teile zu sehen welche wir auf dem entsprechenden Bauvorlagenbogen (pro zu fertigendem Rad/Reifen) finden:
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Hilfsmittel:
Auch wenn man prinzipiell Rundungen und Kreise per Nagelschere oder Skalpell ausschneiden kann, empfiehlt sich für die Herstellung von Reifen der Einsatz eines Rundschneiders. Solch ein Werkzeug erhält man im Büroversandhandel oder in gut sortierten Bastelgeschäften für ca. 5 EUR. Eine Investition die sich an vielen Stellen bezahlt macht und vor allem die Nerven schont. Ich habe mich am Anfang etwas an die Handhabung gewöhnen müssen (ist wie bei einem Zirkel) und letztlich ist es ja auch ein ähnliches Werkzeug. |
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Material:
Die oben abgebildeten Einzelteile werden wie gewohnt auf ca. 160 bis 240g starkem Karton ausgedruckt Zusätzlich wird jedoch ein möglichst starker/dicker Karton benötigt. Der Korpus des eigentlichen Rades wird nämlich durch mehrere aufeinandergeklebte Pappscheiben (in der Zeichnung oben mit Teil B bezeichnet) gebildet. Wenn wir dafür möglichst dicken Karton verwenden benötigen wir nicht so viele dieser Scheiben. Auf der Suche nach geeignetem Karton bin ich (jetzt nicht lachen !) auf Bierdeckel gestoßen - Günstig, einfach zu besorgen und unabhängig von der Region in der man sich gerade aufhält. Ob Alt, Pils, Kölsch oder Weizen ist dabei total egal :-) |
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Schritt 1:
Wie zuvor erwähnt, benötigen wir mehrere aus dem Bierdeckel herausgeschittene Scheiben (Bauteil B). Die Maßangaben für das Bauteil B kann man aus der Zeichnung links entnehmen. Die fertigen Scheiben haben einen Außendurchmesser von 23mm. Der Rundschneider wird hierzu auf ca. 11mm (Radius) eingestellt. Für jeden herzustellenden Reifen habe ich 3 solcher Pappscheiben geschnitten. Hier wird auch schnell klar warum ein solches Werkzeug sinnvoll ist. Man würde ansonsten kaum in der Lage sein mit gleichbeleibender Präzision mehrere Scheiben zuzuschneiden. Bei zwei der drei Scheiben wird anschließend der 15mm (Durchmesser) große Innenbereich mittels Cutter (besser Skalpell) herausgeschnitten. Leider ist dieser Schritt nicht mit dem Rundschneider zu berwerkstelligen weil dieser Radien kleiner 10mm nicht scheiden kann. |
Schemazeichnung mit Schnitt durch den Reifen
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Da unser Rundschneider ja solche kleinen Radien nicht schneiden konnte mußten wir die Innenfläche ja von Hand mit Skalpel bzw. Cutter ausschneiden. Dabei entsteht (zumindest bei mir) nicht immer eine so gleichmäßige Schnittkante. Um diese zu kaschieren klebe ich einfach einen dünnen Karton/Papierstreifen den ich in der Breite passend zurechtschneide in die Felgeninnenseite. Wenn man diesen Streifen später noch mit silberner Farbe anpinselt erhält man ein perfektes Aussehen der Felge. Zu guter letzt sollte man noch die weißen Ränder der Kartonschnittkanten am Reifenrand mit schwarzem Faserstift anmalen. |
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